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Der König ist tot, es lebe der König ... |
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Gedanken
über Michael Jackson
Michael Winkler, Dresden, 28.06./09.07.2009
Der King of Pop ist tot ... es ist, glaube ich, nicht übertrieben zu sagen, dass die Welt trauert. Ähnliches geschah zu meinen Lebzeiten (bin Jg. 75) wohl nur bei Lady Di, Freddie Mercury, John Lennon, Elvis ... ohne da jetzt jemanden zu übervorteilen oder zu benachteiligen zu wollen. Dem Gestorbenen nützt es in dieser Welt nichts mehr. Einige werden sich noch nach seinem Tod eine goldene Nase an der Vermarktung des Talents von Michael Joseph Michael verdienen, genauso wie es vorher Tausende von Journalisten, Medienunternehmern, Plattenbossen und Angestellten der Musikindustrie u.a. getan haben. Michael Jackson sitzt vielleicht irgendwo "da oben", trinkt eine Pepsi oder ein Bier mit Elvis, Freddie und John, alle vier singen ab und zu für Lady Di und Marilyn Monroe ... und sind froh, dass sie hier bzw. dort kein Geld brauchen. Nach einer Weile schauen alle sechs runter auf die Erde, fühlen sich verbunden mit ihren wahren Freunden und lachen über all jene, die sie nur fürs Geldverdienen und den Erhalt der eigenen Macht willen "liebten" - doch letztlich eigentlich benutzten, denn sie konnten und können sich nicht einmal selbst so lieben wie sie sind.
Bei allem Trubel um Michael Jackson Leben und Sterben wird man wohl nie genau wissen, was wie und ob überhaupt war. Sein Talent bestreiten meist nur Spezialisten anderer Musikrichtungen oder Neider aller nur vorstellbarer Neigungen. Über den englisch-sprachigen Wikipedia-Eintrag zu Michael Jackson und diversen Links erfährt man u.a. auch, dass
- Michael Jackson's 1982er Erfolgsalbum "Thriller" insbesondere von Tschaikowskis "Nussknacker Suite" beeinflusst worden sei (Wikiquote). Jackson sah in jedem Lied der Nussknacker-Suite einen "Killer" und wollte dies auf die Langspielplatte übertragen. Was ihm offenbar gelang, denn "Thriller" wurde mit über 100 Millionen verkauften Einheiten zum kommerziell erfolgreichsten Album aller Zeiten.
- Jackson nicht nur die Popmusik revolutionierte, sondern ebenso die Video-Produktion bzw. den Einsatz von Musikvideos erheblich mitbestimmte und ebenso plante modernste Klangtechnik made by Frauenhofer-Institut in die Musikwelt zu integrieren (Artikel aus der Süddeutschen Zeitung).
- Duran Duran's John Taylor erwähnte in einem Interview, dass viele vergessen, dass Jackson nicht nur ein großartiger Tänzer, sondern ebenso ein großartiger Schreiber war. In der Tat schrieb Jackson die meisten seiner Songs selbst - im "Gegensatz" zu Elvis zum Beispiel - und auch Songs wie "We are the World" von USA-For-Africa, einem All-Star-Projekt aus dem Jahr 1985 mit einem Who-Is-Who der 60er-80er-Musik-Ära, und der Simpsons-Song "Do the Bartman" wurden von Jackson co-geschrieben.
- Jackson angeblich über seinen Freund und gelegentlichen Gesangspartner Ex-Beatle Paul McCartney Mitte der 1980er Jahre auf die Idee gebracht wurde, über den Kauf von Musikkatalogen anderer Künstler Geld zu verdienen - McCartney war darin bereits selbst finanziell sehr erfolgreich gewesen. Letztlich waren unter den 1985 von Jackson erworbenen Rechten auch jene an Songs der Beatles, was nun seinerseits McCartney in erheblichen Maße vergraulte.
Dem könnten noch unzählige Dinge hinzugefügt werden ... doch warum? Ist nicht alles gesagt?
Vielleicht noch - für Dresdnerinnen und Dresdner - interessant zu wissen, dass auch bei Jackson Geldangelegenheiten der letzten Jahre u.a. die Fortress Investment Group sozusagen die Finger im Spiel hatte. Ja, das ist genau jene, die 2006/2007 mithalf, um Dresden mittels WOBA-Wohnungs-Verkauf zumindest scheinbar schuldenfrei zu machen.
Und vielleicht noch eine Sache ... als jemand, der sich nie ein Michael Jackson Album gekauft hat oder es zumindest nicht mehr weiß, ob er irgendwo mal eine LP zum Sonderpreis mitgenommen hat, kann ich definitiv und ruhigen Gewissens sagen, dass Michael Jackson die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte überleben wird. Jackson schrieb nicht nur ein Kapitel Musikgeschichte, sondern er war Vorreiter einer neuen Zeit ... und die haben es nie leicht gehabt. Die Zeitgenossen des Gestern stellen sich gern gegen solche Menschen, die ja nicht selten auch irgendwie etwas "Unmenschliches", im Sinne von Übermenschliches, an sich zu haben scheinen. Und die besten Kampf-Mittel waren schon immer Intrigen und Spott ... in Zeiten medialer Überflutung entwickelt sich daraus schnell ein schwer zu beherrschendes Etwas. Jackson antwortete letzten Endes offenbar mit Morphium als Schmerzmittel und Herzstillstand. Sein recht frühzeitiges Ableben mag kein wirklich innerlich friedliches gewesen sein (oder vielleicht doch irgendwie ?), aller Wahrscheinlichkeit nach hat es ihn wohl erst recht "irgendwie unsterblich" gemacht. Vielleicht passen auch hier die Zeilen aus Falco's 'erster Single aus dem All' "Out of the Dark": "Muß ich denn sterben um zu leben?"
Und auch die nächsten Jahre werden vermutlich Gerüchte um Jacksons Beziehungen zu Kindern immer mal wieder durch die Presse schwirren, Plattenfirmen weitere Millionen mit seiner Musik verdienen ... und die wahren Fans ihm weiterhin treu sein. Es werden diverse Pilgerstätten entstehen und alles wird so sein wie immer, nur eben anders ...
Mir bleiben dann meist doch
eher die persönlichen Erfahrungen und eigentlich ist es nur eine, noch dazu
nicht mal eine wirklich persönliche. Häufig, wenn sozusagen Nicht-Deutsche beim
gegenseitigen Vorstellen meinen Namen nicht richtig verstanden hatten, erwiderte
ich "Michael ... like Michael Jackson." Irgendwie dachte ich, den kennt jede/r,
ganz gleich, woher er oder sie auch kommen mag. Und das wird wohl auch die
nächsten 100 Jahre noch so bleiben ...
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In den 1990er Jahren wurde
Jackson's Songs zunehmend sozialkritischer, was ihn in den Vereinigten Staaten wohl nicht nur Freunde beim Big Business einbrachte They Don't Care About Us Skin head,
dead head All I wanna say is that All I wanna say is that Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/michaeljackson/theydontcareaboutus.html
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Erstellt am: 28.06.2009, letzte Änderung: 09.07.2009